Verband Wohneigentum e.V.: Profitipps für Ihren Garten

Gehölze gliedern Gärten

 

Das Frühjahr ist die Zeit, in der man seinen Garten noch mit einem schönen Gehölz bereichern kann. Bäume sind das Herzstück eines jeden Gartens. Sie sind Lebensraum für Insekten und Vögel, ihre Blüten und Früchte sind bei Mensch und Tier gleichermaßen beliebt. Gehölze spiegeln die Jahreszeiten wider und spenden uns Schatten an heißen Sommertagen, ihre Vorteile sind vielfältig. Dennoch höre ich als Gartenplaner viel zu oft von Gartenbesitzern den Satz: „Die Bäume machen nur Dreck, am liebsten würde ich sie fällen!“ Diese Haltung zeigt sich leider allzu oft an den trostlosen und ökologisch nutzlosen „Kirschlorbeerwüsten“ in Neubaugebieten. Vergessen wird oft, dass Gehölze Gärten gliedern und spannende Raumsituationen entstehen lassen. Für jeden Gartenraum und Gartengröße gibt es passende Lösungen.

Vorgarten als Visitenkarte des Hauses

Die Zaubernuss: Hamamelis mollis (Foto: Hans Heitzer)

Der Vorgarten begrüßt Gäste und Hausbewohner. Früher war es üblich, dass ein Hausbaum vor jedem Grundstück gepflanzt wurde. Kleinere Grundstücke und zusätzliche PKW-Stellplätze lassen viele Vorgärten schrumpfen. Solitärsträucher wie die Zaubernuss oder die Felsenbirne passen aber auch in kleine Vorgärten. Die Zaubernuss
ist ein Frühjahrsblüher und blüht im Februar bis März sortenabhängig in orange oder gelb.

Winterhartriegel: Cornus mas (Foto: Hans Heitzer)

Zweidimensionale Hausgärten

Viele Gärten sind nach dem gleichen Gestaltungsprinzip angelegt: Nach der Terrasse kommt der Rasen und am Rand dann die Bepflanzung mit Stauden und Sträuchern. Die immer kleiner werdenden Grundstücke verleiten oft dazu, am Rand eine immergrüne Hecke zu pflanzen. Die Gärten wirken dadurch zweidimensional und kleiner als sie in Wirklichkeit sind. Halbtransparenter Sichtschutz in Terrassennähe in Form von Solitärsträuchern wie Magnolien oder halbstämmigen Zieräpfeln bringt Spannung in den Garten.
Insekten und Vögel sind dringend auf Nahrung angewiesen. Vor allem naturnahe Gärten mit heimischen Wildgehölzen locken Vögel und Insekten in die Gärten. Das Gute daran ist, dass sie oft auch großartig aussehen. So bietet der Winterhartriegel mit seiner Blüte den Hummelköniginnen schon früh im Jahr Nahrung, um ihren neuen Stamm aufzubauen. Er blüht vor dem Laubaustrieb. Die Kornelkirschen hingegen sind später im Herbst willkommene Nahrungsquellen für Vögel.

Wichtig:

Nur natürlich gewachsene Gehölze entfalten ihre volle Pracht. Daher sollten Sie vor der Pflanzung immer den zur Verfügung stehenden Raum ermitteln. Danach richtet sich auch die spätere Pflanzenauswahl. Gute Baumschulen beraten Sie gerne bei der Auswahl Ihres neuen Baumes, der ja bestenfalls einige Jahrzehnte in Ihrem Garten wachsen darf.

 

Autor: Hans Heitzer

Informationen

Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. (VWE)
Königstr. 22, 30175 Hannover
Tel. 0511 / 882070
kontakt@meinVWE.de
www.meinVWE.de
www.naturindengarten.de